RESINA-Projekt

Thema

Responsive Steuerung von Innovationsverhalten für Nachhaltigkeit (ReSINa): Teilprojekt VWL

Auftraggeber

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF): Förderschwerpunkt "Wirtschaftswissenschaften für Nachhaltigkeit" (WiN2)

Laufzeit

01.09.2010 - 28.02.2014

ReSINa

ReSINa ist ein BMBF-gefördertes Projekt aus dem Förderschwerpunkt Wirtschaftswissenschaften für Nachhaltigkeit (WiN2). Es ist ein Verbundprojekt der Universität Göttingen (cege – Centrum für Europa-, Governance- und Entwicklungsforschung), der Universität Augsburg (CEPRA – Centre for Performance Research & Analytics) und der Hochschule Darmstadt (sofia – Sonderforschungsgruppe Institutionenanalyse). In dem Projekt kooperieren Volkswirte mit Betriebswirten und Juristen. Beteiligt sind zudem eine Reihe von Praxispartner.

Worum geht es im Projekt?

Im Fokus des cege-Projekts stehen die Rahmenbedingungen, unter denen Unternehmen Innovationen auf den Weg bringen; und zwar in den Bereichen Chemikalien/Nanomaterialien (REACH) und Gentechnik (GenTG). Das Projekt untersucht die bestehende Regulierung und ihre Wirkung auf das Innovationsverhalten der Unternehmen. Im Zentrum des cege-Vorhabens steht die Frage, welche Anreize und Hemmnisse sich für die Akteure des Innovationsgeschehens aus der bestehenden Rechtslage ergeben und welche alternativen Gestaltungsoptionen stärkere Impulse in Richtung Nachhaltigkeit vermitteln könnten.

Wie gehen wir vor?

Die Institutionenanalyse fragt auf der Basis der Verhaltensheuristik des homo oeconomicus institutionalis systematisch nach Anreizen und Hemmnissen, denen die Akteure durch das Institutionenumfeld unterliegen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass in Unternehmen unterschiedliche Akteure an Entscheidungen beteiligt sein können, die unterschiedliche Präferenzen, kognitive Grenzen und Verhaltensweisen aufweisen, die sie an nachhaltigen Innovationen hindern oder sie darin besonders fördern. Die Institutionenanalyse unterfüttert diesen Ansatz empirisch über qualitative und/oder quantitative Befragungen sowie über Experimente, um unterschiedliche Regelungsalternativen zu evaluieren.

Erwartete Ergebnisse

Im Theoriebereich ergänzt das cege-Vorhaben die Nachhaltigkeitsökonomik um eine verhaltenstheoretisch fundierte, responsive Steuerungstheorie für Innovationen entlang von Wertschöpfungsketten. Im Politikbereich steuert das Vorhaben Erkenntnisse zur Wirkung unterschiedlicher Instrumentenmixes in der Regulierung von Chemikalien, Nanomaterialien sowie der Gentechnik bei. Der Anwendungsbeitrag besteht in der Entwicklung konkreter Maßnahmen für das betriebliche Controlling innovativer Unternehmen sowie in der Fortentwicklung des Rechts im Sinne einer responsiven Regulierung.

Vorgehen

Worum geht es im Projekt?

Im Fokus des cege-Projekts stehen die Rahmenbedingungen, unter denen Unternehmen Innovationen auf den Weg bringen; und zwar in den Bereichen Chemikalien/Nanomaterialien (REACH) und Gentechnik (GenTG). Das Projekt untersucht die bestehende Regulierung und ihre Wirkung auf das Innovationsverhalten der Unternehmen. Im Zentrum des cege-Vorhabens steht die Frage, welche Anreize und Hemmnisse sich für die Akteure des Innovationsgeschehens aus der bestehenden Rechtslage ergeben und welche alternativen Gestaltungsoptionen stärkere Impulse in Richtung Nachhaltigkeit vermitteln könnten.

Wie gehen wir vor?

Die Institutionenanalyse fragt auf der Basis der Verhaltensheuristik des homo oeconomicus institutionalis systematisch nach Anreizen und Hemmnissen, denen die Akteure durch das Institutionenumfeld unterliegen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass in Unternehmen unterschiedliche Akteure an Entscheidungen beteiligt sein können, die unterschiedliche Präferenzen, kognitive Grenzen und Verhaltensweisen aufweisen, die sie an nachhaltigen Innovationen hindern oder sie darin besonders fördern. Die Institutionenanalyse unterfüttert diesen Ansatz empirisch über qualitative und/oder quantitative Befragungen sowie über Experimente, um unterschiedliche Regelungsalternativen zu evaluieren.

Erwartete Ergebnisse

Im Theoriebereich ergänzt das cege-Vorhaben die Nachhaltigkeitsökonomik um eine verhaltenstheoretisch fundierte, responsive Steuerungstheorie für Innovationen entlang von Wertschöpfungsketten. Im Politikbereich steuert das Vorhaben Erkenntnisse zur Wirkung unterschiedlicher Instrumentenmixes in der Regulierung von Chemikalien, Nanomaterialien sowie der Gentechnik bei. Der Anwendungsbeitrag besteht in der Entwicklung konkreter Maßnahmen für das betriebliche Controlling innovativer Unternehmen sowie in der Fortentwicklung des Rechts im Sinne einer responsiven Regulierung.

Publikation

Wichtigste Veröffentlichungen und Arbeitspapiere

Bizer, Kilian (2011): “Ökonomische Anreize aus REACh”. In: Martin Führ (Hrsg.). Praxishandbuch REACh. Köln: Carl Heymanns Verlag, 34-50.

Bizer, Kilian; Haverkamp, Katarzyna (Hrsg.) (2012): Nachhaltigkeit im Handwerk, Göttinger handwerkswirtschaftliche Studien, Band 88, Mecke, Duderstadt.

Bizer, Kilian/Führ, Martin (2013): Praktisches Vorgehen in der interdisziplinären Institutionenanalyse, Darmstadt (sofia-Diskussionsbeiträge zur Institutionenanalyse).

Eggert, Yvonne (2012): „Optimale Kompensation für die gemeinsame Datennutzung im Registrierungsverfahren der REACH-Verordnung (EG) Nr. 1907/2006.“

Eggert, Yvonne/Bizer, Kilian (2013): „Expressive Behavior in Ultimatum Taking Experiments” – in Vorbereitung.

Führ, Martin (2011): Self-responsibility in the sunshine: Eigenverantwortung und Transparenz als innovati-onsfördernde Elemente der REACH-Verordnung, in: Jackl/Wimmer/Markt (Hrsg.), Chemikalienpolitik – die Perspektive 2020, CHEM – NEWS XX, Wien 2011.

Führ, Martin (Hrsg.) (2011): Praxishandbuch REACH, Carl Heymanns-Verlag, Köln 2011.

Führ, Martin (2012): Vier Jahre REACh – eine Zwischenbilanz, in: Hecker/Hendler/Proelß/Reiff (Hrsg.), Perspektiven des Stoffrechts, 27. Trier Kolloquium zum Umwelt- und Technikrecht, Erich Schmidt Verlag, Berlin.

Führ, Martin (2013): REACh als lernendes System - Wissensgenerierung und Perspektivenpluralismus durch Stakeholder Involvement, in: Bora/Henkel/Reinhardt (Hrsg), Wissensregulierung und Regulierungswissen, Detmold 2013 (i.E.)

Führ, Martin; Bizer, Kilian; Hensel, Stephan (2010): Entwicklungsperspektiven der Gesetzesfolgenabschätzung auf Bundesebene, in: Hensel/ Bizer/ Führ/ Lange (Hrsg.): Gesetzesfolgenabschätzung in der Anwendung - Perspektiven und Entwicklungstendenzen, Interdisziplinäre Studien zu Recht und Staat, Band 48, Nomos, Baden-Baden, 323-334, 2010.

Günther, Finn (2011): Nanomaterialien in REACh. Anreize und Hemmnisse von Unternehmen bei der Gestaltung von Nachhaltigkeit, sofia-Diskussionsbeiträge 2011-9, Darmstadt.

Günther, Finn (2012): Integrated Reporting, in: Controlling, Jg. 24 (2012), H. 8, S. 494-496.

Hensel, Stephan (2011a): Smart Regulation, cege-Forschungssplitter in: Centrum für Europa-, Governance- und Entwicklungsforschung (cege) (Hrsg.), cege-Report Dezember 2011, 4, 2011.

Hensel, Stephan (2011b): Erfüllungsaufwand, cege-Forschungssplitter in: Centrum für Europa-, Governance- und Entwicklungsforschung (cege) (Hrsg.), cege-Report Juli 2011, 4, 2011.

Hensel, Stephan (2011c): Forschungsperspektiven: Erfüllungsaufwand für Normadressaten im Kontext der europäischen Chemikalienregulierung REACh, in: Arbeitsgemeinschaft für wirtschaftliche Verwaltung e. V. (AWV) (Hrsg.), Bürokratieentlastung im europäischen Rechtsrahmen - Dokumentation von Vorträgen der Sitzung des AWV-Arbeitskreises 1.3 vom 18. Januar 2011 und des AWV-Arbeitskreises 1.6 vom 2. Februar 2011, AWV-Informationen Special, VI, 6-11, 2011.

Hensel, Stephan (2012): Der Nachhaltigkeitsbegriff, die nationale Nachhaltigkeitsstrategie und das Handwerk in Deutschland, Stephan Hensel, in: Kilian Bizer, Katarzyna Haverkamp (Hrsg.), Nachhaltigkeit im Handwerk, Göttinger handwerkswirtschaftliche Studien, Band 88, Mecke, Duderstadt, 13-66, 2012.

Hensel, Stephan (2013a): „Europäische Chemikalienverordnung REACh (EG) Nr. 1907/2006: Spieltheoretische Überlegungen über den Zusammenhang von Positionen und Downstream-Risikokommunikation innerhalb von Lieferketten.“ – im Entwurf

Hensel, Stephan (2013b): „Europäische Chemikalienverordnung REACh (EG) Nr. 1907/2006: Anreize zur Upstream-Risikokommunikation innerhalb von Lieferketten - Spieltheoretische Überlegungen.“ – in Vorbereitung.

Hensel, Stephan; Bizer, Kilian (2013): „Experimentelle Untersuchung zu Aspekten der Teilung des aus Risikokommunikation möglichen Kooperationsgewinns.“ – in Vorbereitung.

Hensel, Stephan (2010): Der Nachhaltigkeitsbegriff und die Gesetzesfolgenabschätzung in Deutschland, Stephan Hensel, in: Hensel/ Bizer/ Führ/ Lange (Hrsg.): Gesetzesfolgenabschätzung in der Anwendung - Perspektiven und Entwicklungstendenzen, Interdisziplinäre Studien zu Recht und Staat, Band 48, Nomos, Baden-Baden, 291-316, 2010.

Hensel, Stephan; Bizer, Kilian; Führ, Martin; Lange, Joachim (Hrsg.) (2010): Gesetzesfolgenabschätzung in der Anwendung - Perspektiven und Entwicklungstendenzen, Interdisziplinäre Studien zu Recht und Staat, Band 48, Nomos, Baden-Baden, 2010.

Kubach, M./Günther, F./Möller, K. (2011): Der Business Case für nachhaltigkeitsorientierte Innovationen: Steuerung nachhaltigkeitsorientierter Innovationen in einem dynamischen Kontext, in: CFO aktuell – Zeitschrift für Finance & Controlling, 5. Jg. (2011), H. 4, S. 141-151.

Minkmar, Lisa (2011): Risikomanagement im Gentechnikgesetz. Analyse der Anreize und Hemmnisse bei der Erfüllung der Betreiberpflichten gem. § 6 GenTG, Sofia-Diskussionsbeiträge zur Institutionenanalyse Nr. 11-8, Darmstadt 2011.

Schenten, Julian/Führ, Martin (2012): Law and innovation in the context of nanomaterials: Barriers to sustainable development? Results of an empirical study, in: elni Review 2/2012.

Schenten, Julian (2012): Recht und Innovation bei Nanomaterialien: Zwischenergebnisse einer juristisch-empirischen Untersuchung, StoffR - Stoffrecht für Praktiker 2/2012: pp. 79-87

Schenten, Julian (2012): Rechtliche Rahmenbedingungen von Nanomaterialien in Verbraucherprodukten: REACh und Produktregulierung im Lebensmittel- und Kosmetikbereich, in: Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (Hrsg.), Materialien zur Umweltmedizin – Nanomaterialien in Lebensmitteln und Verbraucherprodukten, Erlangen 2012.

Schenten, Julian: Held back by the haze. Legal uncertainty surrounding nanomaterials under REACH is holding back innovation, in: Chemical Watch, Global Business Briefung, Issue 55, 11-12.

Schenten, Julian/Führ, Martin (2012): Law and innovation in the context of nanomaterials: Barriers to sustainable development? Results of an empirical study, in: elni Review 2012, 83-91.

Thomä, Jörg; Bizer, Kilian (2013): „To protect or not to protect? Modes of appropriability in the small enterprise sector”. Research Policy Vol. 42, Issue 1: 35-49.

Ulig, A./Raabe, S./ Günther, Finn (forthcoming), Monitoring sustainability at SAP, in: Schmalenbach Business Review.

Impressum

Projektkoordinator:

Professor Dr. Kilian Bizer
Platz der Göttinger Sieben 3
37073 Göttingen
Tel.:+49-551-39-4626
Fax.:+49-551-39-19558
Kilian.Bizer@wiwi.uni-goettingen.de




Inhaltlich Verantwortliche:

M.A. Int. Econ. Yvonne Eggert
Platz der Göttinger Sieben 3
37073 Göttingen
Tel.:+49-551-39-9685
Yvonne.Eggert@wiwi.uni-goettingen.de